Systemische Beratung

Denkweise und Menschenbild

Die Systemische Beratung ist eine Hilfe zur Selbsthilfe. Denn in jedem Menschen stecken die Fähigkeiten, Ressourcen und Stärken, die er braucht, um eigene Lösungen für Probleme zu finden. Systemische Beratung richtet sich nach den Anliegen und Wünschen der Klientinnen und Klienten aus. Im gemeinsamen Gespräch werden Ansätze aufgedeckt, unter denen sie ihre Ressourcen aktivieren können, um selbstbestimmt, eigenverantwortlich und im gemeinsamen Leben ihre persönlichen Zielen verwirklichen zu können. Dabei hängt das individuelle Wohlbefinden immer davon ab, wie zwischenmenschliche Beziehungen gelingen und Bedürfnisse erfüllt werden können. Gute, stabile Beziehungen gehören zu unseren Grundbedürfnissen.

Der Blick richtet sich in der Beratung auch auf die innere Gefühlswelt der Klientinnen und Klienten und ihre bewussten oder unbewussten Wechselwirkungen von Denken, Fühlen und Handeln. Wie wir die Welt sehen, für uns verstehen, macht aus, wie wir ihr begegnen. Vieles in unserem Verhalten läuft automatisch ab, wie ein eingespeichertes Programm, und beruht auf den Erfahrungen, die wir bisher gemacht haben. Doch können wir auch immer etwas Neues lernen und uns verändern. In der Reflexion können Zusammenhänge aufgedeckt werden, um sie zu verstehen, Erlebnisse neu einzuordnen und anders zu bewerten. Und mit dem wie sich ein Mensch verändert, wandeln sich auch seine Beziehungen.

  • Systemische Beratung denkt den Menschen nie allein, sondern bezieht das soziale Umfeld ein.
  • Beziehungs- und Verhaltensmuster werden angeschaut.
  • Jedes Verhalten hat eine Ursache und erfüllt in einem bestimmten Kontext einen Sinn.
  • Der Fokus liegt (bei Problemen) auf den individuellen Stärken und der Lösungsfindung.
  • Berücksichtigt werden die Erkenntnisse anderer Wissenschaften, etwa der Traumatherapie, Neurobiologie oder Positiven Psychologie.

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